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Aktuelles aus dem Bezirk Imst

       

OETZ. Ing. Pius Amprosi feierte am 2. März seinen achtzigsten Geburtstag. Er stand über Jahrzehnte als Revisor in Diensten des Raiffeisenverbandes Tirol, nach seiner Pensionierung baute der gebürtige Oetzer die Chronik seiner Heimatgemeinde auf.

„Ein wenig anstrengend waren die vergangenen Tage schon, trotzdem habe ich mich über jede Gratulation und jeden Besuch gefreut“, meint der rüstige Jubilar. Pius startete mit der Anlegung der Oetzer Chronik im Jahre 1995. Viele interessante Projekte verfolgte er mit Akribie und Beharrlichkeit. Als Sohn eines Metzgermeisters lernte er schon in jungen Jahren viele Oetzer kennen. Diese Informationen waren in den Jahren als Chronist sehr hilfreich. So fiel dem aktiven und interessierten Chronisten auch die Suche nach Zeitzeugen nicht schwer. Die Gespräche mit diesen Menschen bildeten dann eine wertvolle Grundlage für weitere Recherchen. Besonders erwähnenswert ist die Publikation „Arbeitslager Schlatt/Niederfeld während der Kriegszeit in Oetz“.

Nach zwanzig Jahren erfolgreicher Arbeit als Oetzer Chronist übergab Pius Amprosi im Jahre 2015 sein Amt an Sieghard Schöpf, der seinem Vorgänger anlässlich des achtzigsten Geburtstages gemeinsam mit Bezirkschronist Manfred Wegleiter einen Besuch abstattete. „Ich kehre öfter bei Pius ein, auf seine Ratschläge und Hinweise kann man als Chronist nicht verzichten“, betont Schöpf.

 

Sieghard Schöpf mit Pius Amprosi                                                Foto: Manfred Wegleiter

Stehen in laufender Verbindung: Chronist Sieghard Schöpf (links) mit seinem Vorgänger Pius Amprosi.

 
   
   
Chronik kann sehr spannend und emotional sein
IMST/RIETZ. Gleich an zwei Tagen hintereinander standen für die Chronisten des Bezirkes Imst interessante Veranstaltungen auf dem Programm. Am Donnerstag, dem 1. Februar, lud der Imster Chronist Franz Treffner zu einem Rundgang durch das Haus der Fasnacht, am 2. Februar zeigte der Rietzer Ortschronist Karl Schnegg  Aufnahmen vom alten Rietz.

„Es war eine beeindruckende Reise durch die Geschichte des Imster Schemenlaufens“, so der einhellige Tenor aus der Reihe der Chronisten. Franz Treffner, selbst begeisterter Fasnachtler und langjähriges Mitglied im Fasnachtskomitee,  erläuterte, was es für die Imster bedeutet, in die Fasnacht zu gehen. Als profunder Kenner des Imster Schemenlaufens führte Treffner – sein Vater Franz Treffner sen. komponierte im Jahre 1952 den Fasnachtsmarsch, er selbst schuf 2016 als bleibendes Werk für das Schemenlaufen die „Imster Fasnachtsmesse“ – den interessierten Chronisten vor Augen, warum das Schemenlaufen den Imstern unter die Haut geht und tausende Besucher begeistert.

Was es bedeutet, Chronist aus innerster Überzeugung zu sein, bewies Karl Schnegg bei einem „Rundgang durch das alte Rietz“. In humorvoller Art und Weise, gespickt mit vielen Anekdoten und Legenden,  begeisterte der Rietzer Chronist mit der gelungenen Präsentation im Rietzer Gemeindesaal an die 400 Besucher. Der Ortschronist zeigte auf der Leinwand nicht nur Ansichten,  Gewerbe, Landwirtschaft, Kirchliches, Originale usw. vom alten Rietz, er bewies durch seine Erklärungen auch ein umfassendes, historisches Wissen. Die Besucher zeigten sich begeistert und applaudierten ihrem Chronisten für die gelungene Veranstaltung. Auch Bürgermeister Ing. Gerhard Krug zeigte sich angetan: „Der Karl ist ein Phänomen, ohne schriftliche Unterlage, alles aus dem Kopf heraus, das ist wirklich beeindruckend“, so das Gemeindeoberhaupt.

Bürgermeister Gerhard Krug (links im Bild) bedankt sich bei Chronist Karl Schnegg.
Franz Treffner führte die Chronisten durch das Haus der Fasnacht

Bürgermeister Gerhard Krug (links im Bild) bedankt sich bei Chronist Karl Schnegg.

Fotos und Text: Manfred Wegleiter